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Forschungsprojekt ::
Untersuchungen über die hydrologischen und ökologischen Auswirkungen einer dauerhaften Moorwiedervernässung auf einer Hochwasserretentionsfläche im Altbayerischen Donaumoos (Bayern)

Projektbeschreibung

Das Untersuchungsgebiet „Baierner Flecken“ liegt im westlichen Teil des altbayerischen Donaumooses, südwestlich der Stadt Neuburg an der Donau. Das Donaumoos ist durch intensive landwirtschaftliche Nutzung, die durch die Entwässerung der ursprünglich moorigen Flächen ermöglicht wurde und wird, geprägt. Die Entwässerung des Niedermoores erfolgt mit Hilfe von Dränagen und Entwässerungsgräben. Durch die Entwässerung des Gebietes mit Dränagen und offene Gräben und die damit verbundene Grundwasserabsenkung kam es im Laufe der Jahre zu Bodenbildungsprozessen (Mineralisierung des Oberbodens) und damit zu einer landwirtschaftlichen Nutzbarkeit der Flächen. Die starke Entwässerung führt zu einer starken Setzung des Moorkörpers und bei starken Niederschlägen oftmals zu einem schnellen Anstieg der Wasserstände in den Entwässerungsgräben, was punktuell zu Überschwemmungen führen kann. Aus diesem Grund legte der Donaumooszweckverband zum Schutz von Siedlungen und der landwirtschaftlichen Flächen im Donaumoos eine Regenrückhaltefläche im Bereich des „Baierner Fleckens“ an. Die hier beschriebene Regenrückhaltefläche soll im Hochwasserfall (> HQ-10) den Wasserstand der Vorflut Längenmühlbach im Vergleich zur momentanen Situation erniedrigen. Die Retentionsfläche (44ha) soll das Wasser zweier Entwässerungsgräben im Hochwasserfall verzögert an den Vorfluter abgeben. Zusätzlich wird einer der Entwässerungsgraben mit einer Wasserführung von 25 l/s dauerhaft auf die Rückhaltefläche geführt; hier verliert die Grabensohle an Gefälle bis der Graben schließlich auf Geländeniveau endet und das Wasser flächig über den Torfkörper rieselt. Dort kommt es dann bei normaler Wasserführung zu einer dauerhaften Überstauung von Teilbereichen des Retentionsraumes und damit zu einer Wiedervernässung und Aktivierung des Moorkörpers. Die dauerhafte Überstauung von landwirtschaftlich genutzten Moorflächen und die episodisch komplette Überstauung (im Hochwasserfall) wirft einige Fragen auf, die im Untersuchungsgebiet exemplarisch untersucht werden können, um für weitere, in Planung befindliche, Projekte einen Erfahrungsschatz aufzubauen:

  • Veränderung des Grundwasserstandes im überstauten Bereich und in den angrenzenden Flächen und Entwässerungsgräben durch die Grabeneinleitung und die Aufstauung im Hochwasserfall,
  • Veränderung des Moorkörpers (Quellen des Moorkörpers im überstauten Bereich),
  • Eintrag von Nährstoffen über die Entwässerungsgräben in den überstauten Bereich und die Filterwirkung der Fläche im Sinne einer Verbesserung der Wasserqualität,
  • Veränderung der Flora und Fauna auf der Retentionsfläche.

Angaben zum Forschungsprojekt

Beginn des Projekts:01. Juli 2006
Ende des Projekts:31. Dezember 2010
Projektstatus:abgeschlossen
Projektleitung:Haas, Dr. Florian
Cyffka, Prof. Dr. Bernd
Lehrstuhl/Institution:
Finanzierung des Projekts:Nicht begutachtete Drittmittel
Themengebiete:R Geographie > RB Themengebiete der Geographie > Angewandte Geographie, z.B. Schulgeographie, Umweltschutz
Projekttyp:Angewandte Forschung
Projekt-ID:669
Eingestellt am: 14. Jan 2010 11:32
Letzte Änderung: 11. Aug 2017 03:20
URL zu dieser Anzeige: http://fordoc.ku-eichstaett.de/669/