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Forschungsprojekt ::
Hochaufgelöste Quantifizierung von Steinschlagprozessen an alpinen Felswänden unter Verwendung von Vermessungsdaten des terrestrischen Laserscannings und der digitalen Photogrammetrie

Projektbeschreibung

Das Forschungsvorhaben hat zum Ziel, den Abtrag und die Schuttakkumulation an alpinen Felswänden zu quantifizieren und zu modellieren. Frühere Arbeiten zur Bestimmung der Steinschlagsaktivität haben nur unbefriedigende Resultate gebracht. Messungen mit Fangnetzen waren oft Fehler anfällig und betrachteten keine Unterschiede im Liefergebiet, also in den Felswänden. Diese wurden als Black Box gesehen, so dass lithologische Unterschiede und eine Differenzierung zwischen primärem Steinschlag (Verwitterung) und sekundärem Steinschlag (zumeist fluviale Abspülung von auf Felsvorsprüngen und Simsen) nicht berücksichtigt werden konnten. Ohne diese Unterscheidung ist eine Bestimmung aktueller Abtragsraten an Wänden nur mit einer großen Ungenauigkeit durchführbar.
In diesem Forschungsprojekt werden daher neue Arbeitsmethoden zur zeitlich und räumlich hoch aufgelösten Bestimmung von Abtrags- und Ablagerungsraten an alpinen Felswänden eingesetzt. Sowohl mit dem terrestrischen Laserscanning als auch durch die Verwendung einer geeichten digitalen Messkamera können große Wandbereiche und Schutthalden im Hinblick auf Abtrag und Deposition (inkl. der Reichweiten) Zentimeter genau erfasst werden.
Die Testgebiete für die Messungen sind so ausgewählt, dass die Abhängigkeit des Wandabtrags und damit die Intensität von Sturzprozessen entlang eines Nord-Süd Profils durch die Alpen von unterschiedlichen klimatischen, mikroklimatischen und geologischen Bedingungen ermittelt werden kann.
Mit räumlich und zeitlich hoch aufgelösten Daten kann die Disposition für Wandabtrag und damit für Sturzprozesse nach den Ausgangsbedingungen an den Felswänden modelliert werden (Dispositionsmodell). Darüber hinaus wird die Reichweite von Fels- und Blockstürzen durch die parallele Messung im Liefergebiet (Felswand) und Akkumulationsgebiet (Schutthalde) ermittelt. Dies ermöglicht es, bestehende Modelle, die sich mit der Reichweite von Sturzprozessen beschäftigen, zu verbessern.

Angaben zum Forschungsprojekt

Beginn des Projekts:2007
Ende des Projekts:Juni 2012
Projektstatus:abgeschlossen
Projektleitung:Becht, Prof. Dr. Michael
Beteiligte Personen:Haas, Dr. Florian
Lehrstuhl/Institution:
Finanzierung des Projekts:Begutachtete Drittmittel
Geldgeber:DFG
Schlagwörter:Groundbased LIDAR,Terrestrisches Laserscanning, Sturzprozesse, Felsstürze, Steinschlag, Modellierung
Projekttyp:Grundlagenforschung
Projekt-ID:515

Publikationen

Liste der Veröffentlichungen auf dem Publikationserver KU.edoc der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
Eingestellt am: 30. Dez 2009 16:00
Letzte Änderung: 27. Aug 2012 08:52
URL zu dieser Anzeige: http://fordoc.ku-eichstaett.de/515/