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Forschungsprojekt ::
Geschichte des gottesdienstlichen Lebens im Bistum Eichstätt I

Projektbeschreibung

Dieses Projekt bildet einen langfristigen Arbeitsschwerpunkt des Lehrstuhls und orientiert sich am Forschungsprofil des Stelleninhabers, der sich u. a. intensiv mit Fragen der ortskirchlichen Liturgie- und Frömmigkeitsgeschichte befasst.
Der katholische Gottesdienst wurde im Mittelalter und in der Neuzeit bis weit in das 19. Jahrhundert hinein keineswegs überall einheitlich gefeiert. Vielmehr haben sich auf der Grundlage eines breiten Stromes gemeinsamer Traditionen in Bistümern und Ordensgemeinschaften eigene, ortskirchliche Gewohnheiten in der Feier der Liturgie herausgebildet, die ihrerseits zur Identität einer Ortskirche beitrugen. Für viele Jahrhunderte muss man zudem selbst innerhalb eines Bistums mit sehr unterschiedlichen Gestaltungen des Gottesdienstes rechnen, wenn man etwa an die äußeren Gegebenheiten einer Kathedral- oder Stiftskirche mit ihrem gottesdienstlichen Personal im Gegensatz zu den engen Grenzen einer ländlichen Dorfpfarrei denkt. Die historischen Entwicklungen in der konkreten Ausdrucksgestalt des Gottesdienstes im Raum der Ortskirche von Eichstätt zu untersuchen, ist Ziel dieses Projekts. Dabei wird es vielfach kleinteiliger und unterschiedliche Facetten beleuchtender Studien bedürfen, um ein zutreffendes Bild der Geschichte des Gottesdienstes und der Frömmigkeit in der Eichstätter Diözese zu zeichnen.

Derzeit werden vor allem zwei Teilbereiche bearbeitet, ein dritter wird vorbereitet:

Teilbereich I: Die Geschichte der Sakramentenliturgie, Benediktionen, Prozessionen und Functiones sacrae in den Diözesanritualien des Bistums Eichstätt

In diesem Teilprojekt werden die handschriftlichen und gedruckten Ritualien des Bistums Eichstätt untersucht. Dabei geht es sowohl um eine liturgiegeschichtliche Analyse der Bücher und der in ihnen verzeichneten Formulare, als auch um eine Einordnung der hier erhobenen Riten in den Kontext der Theologie- und Frömmigkeitsgeschichte. Weil es sich um Feiern handelt, die eng mit der Lebenswelt der Menschen von der Geburt bis zum Tod, durch den Lebens- und Jahreskreis, verbunden sind, soll die Erforschung dieser Riten im interdisziplinären Austausch, u.a. mit der Neuzeitforschung, der Religiösen Volkskunde etc. fortgesetzt werden.

Vgl. dazu auch:

Stephan Wingen, Grablegung und Auferstehungsfeier in den gedruckten Eichstätter Diözesanritualien (Diplomarbeit, WiSe 2005/06).

Wolfgang Hagner, Deutsche Ansprachen in den Kindertaufordines der gedruckten Eichstätter Diözesanritualien (Diplomarbeit, SoSe 2009).

Angaben zum Forschungsprojekt

Beginn des Projekts:2003
Projektstatus:laufend
Projektleitung:Bärsch, Prof. Dr. Jürgen
Lehrstuhl/Institution:
Finanzierung des Projekts:Sonstiges
Schlagwörter:Diözesanritualien; Bistum Eichstätt
Themengebiete:B Theologie und Religionswissenschaften, Religionspädagogik
Projekttyp:Grundlagenforschung
Webseite:http://www.ku-eichstaett.de/Fakultaeten/THF/liturg...
Projekt-ID:1704

Publikationen

Liste der Veröffentlichungen auf dem Publikationserver KU.edoc der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
Eingestellt am: 28. Sep 2012 11:44
Letzte Änderung: 22. Feb 2016 09:39
URL zu dieser Anzeige: http://fordoc.ku-eichstaett.de/1704/