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Forschungsprojekt ::
"Gallien in Spätantike und Frühmittelalter (5.-7.Jh. n. Chr.). Kulturgeschichte einer Region" Internationale altertumswissenschaftliche Tagung

Projektbeschreibung

Die Zeit zwischen dem 5. und 7. Jh. n. Chr. war von einem tiefgreifenden Strukturwandel, der den gesamten Westen des Römischen Imperiums erfasste, geprägt. Was in der älteren Forschung als ein mehr oder weniger katastrophisch verlaufender, durch die Einfälle barbarischer Völker induzierter Umbruchs- und Auflösungsprozess der römischen Ordnung angesehen wurde, erfährt in aktuellen Diskussionen eine differenziertere Beurteilung. So wird zunehmend hervorgehoben, dass das Römische Reich der späten Kaiserzeit aus sich selbst heraus starke Transformationstendenzen, die einen langfristigen Prozess der Umstrukturierung in Gang setzten, generierte: Unter der vermeintlich einheitlichen Oberfläche eines umfassenden politischen und kulturellen Ordnungszusammenhangs kam es auch unabhängig von äußeren Herausforderungen zu Veränderungen, die insbesondere auf der regionalen und lokalen Ebene zu einer Neudefinition von Gruppenzugehörigkeiten und kulturellen Mustern der kollektiven Identitätsbildung führten.
Ziel des interdisziplinär und kulturwissenschaftlich ausgerichteten Tagung ist es, diesen Strukturwandel anhand einer spezifischen Region des spätantiken Imperiums exemplarisch zu verdeutlichen. Gallien ist ein quellenmäßig besonders gut bezeugtes Beispiel für diesen Transformationsprozess, in dessen Verlauf die traditionellen Bezugsfelder kollektiver Identitätsstiftung grundlegend neu definiert wurden. Ein besonderes Anliegen der Tagung ist es dabei, historische und literaturwissenschaftliche Ansätze miteinander zu verbinden, um auf diesem Wege praxeologische und diskursiv vermittelte Formen der kollektiven Identitätsstiftung gleichermaßen in den Blick zu nehmen und in ihrer wechselseitigen Bedingtheit zu analysieren.

Dateien

[img]Tagungsprogramm - PDF
632Kb

Angaben zum Forschungsprojekt

Beginn des Projekts:16. September 2009
Ende des Projekts:19. September 2009
Projektstatus:abgeschlossen
Projektleitung:Müller, Prof. Dr. Gernot Michael
Beteiligte Personen:Diefenbach, Dr. Steffen
Lehrstuhl/Institution:
Finanzierung des Projekts:Begutachtete Drittmittel
Geldgeber:
  • Gerda Henkel Stiftung
  • Kompetenzzentrum für Kultur- und Bildungswissenschaft der Universität Augsburg
  • Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg
Schlagwörter:Spätantike, Kulturgeschichte, Gallien
Themengebiete:F Klassische Philologie; Byzantinistik; Neugriechische Philologie > FT Lateinische Literaturwissenschaft und Literaturgeschichte des Lateinischen
F Klassische Philologie; Byzantinistik; Neugriechische Philologie > FU Mittellateinische Literaturwissenschaft und Literaturgeschichte
N Geschichte > NG Alte Geschichte
N Geschichte > NH Griechisch-römische Geschichte
Projekttyp:Tagung, Konferenz, etc.
Webseite:http://www.ku.de/slf/philologie/personen/professur...
Projekt-ID:1470
Eingestellt am: 06. Aug 2012 17:40
Letzte Änderung: 06. Aug 2012 17:40
URL zu dieser Anzeige: http://fordoc.ku-eichstaett.de/1470/