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Forschungsprojekt ::
Destination Governance: Governance-Ausprägungen von unterschiedlich integrierten Destinationen

Projektbeschreibung

In Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie Bozen, der Universität St. Gallen, der Universität Innsbruck und der University of Queensland ist der Lehrstuhl Tourismus an einem Forschungsprojekt zum Thema Destination Governance beteiligt. In den jeweiligen Standortländern der Universitäten werden ausgewählte touristische Destinationen auf ihre Governance-Strukturen untersucht.
Unter Governance wird das Zusammenspiel verschiedener Steuerungsformen als ein Arrangement von Steuerung und Selbstorganisation verstanden, wobei den Institutionen eine besondere Rolle eingeräumt wird. Ziele einer erfolgreichen Governance sind die Organisation kollektiven Handelns, die Entwicklung gemeinsamer Präferenzen sowie die Wahrnehmung, Diskussion und Integration von Partialperspektiven. Für die Analyse der Governance spielen neuartige Steuerungsmuster, welche zwischen den traditionellen Steuerungsformen von Staat (Hierarchie) und Markt (Wettbewerb) liegen, eine zentrale Rolle. Destination Governance bezieht sich auf die räumliche Wettbewerbseinheit Destination. Ausgehend von dem Ansatz der Regional Governance, welcher sich mit der Steuerungsfähigkeit von Regionen befasst, hat im Rahmen der Analyse der Destination Governance der Corporate Governance Ansatz, der sich mit der Steuerung und Führung von Unternehmen befasst, eine zentrale Bedeutung.
Im Rahmen der Studie werden die Ausprägungen verschiedener Governance-Elemente eruiert und die Destinationen auf der Basis der Dimensionen „Beziehungsdichte“ und „Zentralisierung“ miteinander verglichen. Entlang der unterschiedlichen Ausprägungen einer niedrigen bzw. hohen Beziehungsdichte in Kombination mit einer niedrigen bzw. hohen Zentralisierung ergeben sich verschiedene Gestaltungsansätze und Steuerungsformen der Destinationen. Der Lehrstuhl Tourismus untersucht die Destinationen Bad Gögging, Bodenmais, Altmühltal und Land Fleesensee als Fallstudien. Anhand eines in Kooperation mit den Projektpartnern erarbeiteten Leitfragebogens und im Rahmen einer qualitativen Forschungsmethodik werden Interviews mit zentralen Akteuren der ausgewählten Destinationen geführt. Das übergreifende Projektziel liegt darin, den Ansatz des Destinationsmanagements weiterzudiskutieren in Richtung des Destination Governance Ansatzes. Den theoretischen Rahmen bilden die Forschungsfelder der strategischen Unternehmensführung und die Netzwerktheorien.

Angaben zum Forschungsprojekt

Beginn des Projekts:Oktober 2009
Projektstatus:laufend
Projektleitung:Pechlaner, Prof. Dr. Harald
Beteiligte Personen:Jochmann, Dipl.-Geogr. Judith
Innerhofer, MMag. Elisa
Lehrstuhl/Institution:
Finanzierung des Projekts:Aus Lehrstuhletat (intern)
Projektpartner:Universität St. Gallen, Universität Innsbruck, University of Queensland, Europäische Akademie Bozen
Schlagwörter:Destination, Governance, Steuerung, Markt, Hierarchie, Netzwerk
Themengebiete:Q Wirtschaftswissenschaften
Projekttyp:Grundlagenforschung
Projekt-ID:1041
Eingestellt am: 01. Mai 2010 09:27
Letzte Änderung: 12. Sep 2012 03:20
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